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««Jetzt rede eg» Interview mit Heinz Jost

  • Mitarbeiter Filiale Bern
  • Bei der DARU-WACHE AG seit August 2017

Wie sieht eine typische Arbeitsschicht im BärenPark Bern aus?
Zuerst findet der Dienstbeginn in der Filiale Bern statt. Ich bereite mich hier auf den Dienst vor und lese die neusten Weisungen und Ergänzungen zum Dienst, fasse das Arbeitsmaterial aus und melde mich telefonisch bei der Alarmzentrale zum Dienst an.

Anschliessend fahre ich mit dem Revierfahrzeug zum nahegelegenen BärenPark. Nach der Schicht finden noch Arbeiten bei weiteren Kunden statt, daher benötige ich das Fahrzeug.

Nun folgt vor Ort die Dienstübernahme vom anwesenden Tierpfleger resp. Bärenwärter. Dieser wichtige Austausch darf nie fehlen, denn hier werden Infos bezüglich des Besucherstroms im Park ausgetauscht. Ebenfalls wird das Wohlergehen der Bären angesprochen sowie Vorfälle, welche sich durch den Tag ereignet haben. Im Weiteren erhalten wir auch ab und zu Aufträge, die Bären zu beobachten. Solche finden meist nach einer Operation der Tiere statt und es gilt, ihr Wohlergehen zu beobachten.

Die anschliessende Schicht beinhaltet verschiedene Aufgaben. Unsere Anwesenheit und Aufsicht gelten vor allem den Besuchern, insbesondere wenn diese Kinder auf den Schultern tragen (Gefahr vor Sturz in den Park), Bären füttern oder das Fahrverbot missachten. Weiter sollen wir Vandalismus und Sabotage verhindern und bei Ereignissen oder Alarmmeldungen auf dem Handy rasch zu handeln.  Sicherlich gilt unser Dienst auch der Information und Hilfestellung an Besucher und Passanten. So werden wir oft auf die Fütterung der Bären angesprochen, wann diese schlafen, wie alt die Bären sind oder weshalb ganze tote Tiere als Futter in den BärenPark gelegt werden. Bezüglich der Sicherheit werden wir auch oft gefragt, weshalb wir die Bären bewachen. Meist wird auch der tragische Fall von einem Menschen, welcher in den BärenPark stieg, angesprochen – was leider auch bereits vorgekommen ist.

Was ist die grösste Herausforderung in diesem Job?
Die grösste Herausforderung ist es, die ständige Präsenz und Sicherheit zu gewährleisten und sich nicht von den Besuchern und Passanten ablenken zu lassen. Sicherlich ist die allergrösste Herausforderung der Fall des unberechtigten Einstiegs eines Menschen in den BärenPark. Hier gilt es, das korrekte Vorgehen sofort umzusetzen, alarmieren der Rettungskräfte und des Pikettdienstes sowie die Handhabung der Notfall-Materialien und die Fluchtnischen, welche sich im Park befinden. Im Weiteren sind auch die meist an Wochenenden anwesenden alkoholisierten Personen zurechtzuweisen.

Wie hat sich die Arbeitsschicht im BärenPark in den letzten Jahren verändert?
Leider haben immer mehr Besucher und Passanten Mühe damit, den Anordnungen des Sicherheitspersonals Folge zu leisten. Die Umsetzung der Arealordnung wird somit immer problematischer. Auch der Umgangston auf der Strasse wird zunehmend rauer. Es kommt sogar vor, dass Besucher oder Passanten ausfällig werden. Positiv ist unser elektronisches Wächterkontrollsystem Sequrix. Das Rapportieren und protokollieren ist nun einfacher und stabiler als zuvor.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Arbeit?
Mir gefällt der interessante Kontakt mit Personen aus allen Ländern, so kann ich meine Fremdsprachenkenntnisse aufbessern. Es entstehen viele gute und spannende Kontakte – vor allem im Sommerhalbjahr, wenn die Besucherströme zunehmen.
Auch die fordernde Arbeit an der frischen Luft gefällt mir, Langeweile kennt man hier nicht. Zuletzt auch die erweiterte und interessante Einsicht hinter die Kulissen eines Raubtierparkes.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Ich wünsche meinem Arbeitgeber eine erfolgreiche Zukunft, mit der Hoffnung, dass die regionale Verankerung bleibt und gefördert wird. Ein grosses Ziel ist es auch, den BärenPark zu behalten – dieser wird nach einer gewissen Zeit wieder neu ausgeschrieben. 
Im Weiteren wünsche ich mir, dass unser DARU-BärenPark-Team weiterhin motiviert den Auftrag zur vollen Kundenzufriedenheit ausführt. Auch das geplante Vorhaben, den BärenPark zu erweitern, wäre sicherlich im Sinne des Auftraggebers und würde zu einer Erweiterung des Auftrages führen.